Leistungsfähige Wasserstraßen: Spatenstich für die neue Schleuse Erlangen
23.10.2026
- Ersatzneubau sichert die Zukunftsfähigkeit des Main-Donau-Kanals
- ARGE aus ZÜBLIN und BAUER Spezialtiefbau realisiert das Großprojekt
- Bauarbeiten erfolgen bei laufendem Schifffahrtsbetrieb
Mit dem symbolischen Spatenstich am 23.10.2026 begann offiziell der Neubau der Schleuse Erlangen am Main-Donau-Kanal. Gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium, dem Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA) als Auftraggeberin, sowie den ausführenden Unternehmen wurde der Startschuss für das Wasserstraßenprojekt gegeben.
Der Ersatzneubau der Schleuse Erlangen ist ein wichtiger Baustein zur langfristigen Sicherung der Leistungsfähigkeit des Main-Donau-Kanals. Die bestehende Schleuse wurde Anfang der 1970er Jahre in Betrieb genommen. Mit dem Neubau wird die Infrastruktur des Kanals nun fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht. Den Auftrag realisiert eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus der STRABAG-Tochter ZÜBLIN sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH. Für die ARGE ist es bereits das zweite Schleusenprojekt in der Region: Seit 2024 arbeitet das Team am Ersatzneubau der Schleuse Kriegenbrunn.
Fokus auf Langlebigkeit und Effizienz
Die neue Schleuse wird in Massivbauweise errichtet und mit möglichst wenigen Fugen ausgeführt, um eine hohe Langlebigkeit der Bauwerksstruktur zu gewährleisten. Neben dem Bau der neuen Schleusenkammer gehören zudem das Einlaufbauwerk, das Oberhaupt, das Auslaufbauwerk, seitlich angeordnete Sparbecken sowie ein Leerschuss zur Wasserbewirtschaftung des Main-Donau-Kanals zum Auftrag. Die neuen Sparbecken ermöglichen es, bei jedem Schleusungsvorgang rund 60 Prozent Wasser einzusparen.
Eine besondere Herausforderung des Projekts besteht darin, dass die Arbeiten während des laufenden Schifffahrtsbetriebs ausgeführt werden. Dadurch bleibt die wichtige Verkehrsachse Main-Donau-Kanal während der gesamten Bauzeit nutzbar.
Die Fertigstellung des Ersatzneubaus ist für das Jahr 2033 vorgesehen.