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© STRABAG
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Großbaustelle auf 1.700 Metern: STRABAG erweitert Wurtenspeicher im Auftrag der Kelag

  • Verdopplung des Speichervolumens macht Energieversorgung der Region flexibler
  • Effiziente Realisierung des Energieinfrastrukturprojekts durch Arbeiten im Bestand

Für die Energiewende braucht es leistungsfähige Speichermöglichkeiten. Der Wurtenspeicher ist das Herzstück der Kelag-Kraftwerks­gruppe Fragant im Mölltal auf 1.700 Metern Seehöhe. Der Damm wird um sieben Meter erhöht und verdoppelt dadurch beinahe sein Spei­chervolumen von 2,7 auf 5 Millionen Kubikmeter Wasser. Anlagen wie der Wurtenspeicher können Netzschwankungen effektiv auffangen – ein wichtiger Beitrag zu nachhaltiger Energieversorgung in Kärnten.
Die Kelag setzt mit der Sanierung und Erweiterung des Wurtenspeichers ein großes Infrastrukturprojekt für die Stromerzeugung aus Wasserkraft um. Im Frühjahr 2025 haben dafür die Bauarbeiten begonnen.


Zu der Kraftwerksgruppe Fragant der Kelag gehören 15 Speicher, Triebwasserwege auf einer Gesamtlänge von rund 79 km und 10 Kraftwerke, die insgesamt rund 800 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen, was einem Jahresbedarf von etwa 225.000 Haushalten entspricht.

  • Leistungsfähige Speichersysteme sind ein Schlüssel für den Erfolg der Energiewende. Gemeinsam mit der Kelag und unserer Erfahrung im Hochgebirgs- und Wasserbau haben wir mit der Erweiterung des Wurtenspeicherdamms den Ausbau einer verlässlichen und nachhaltigen Energieversorgung in der Region vorangetrieben.

    Franz Redl
    Vorstandsmitglied STRABAG AG Österreich
  • Der Wurtenspeicher übernimmt für die Kraftwerksgruppe Fragant eine Schlüsselrolle. Durch die nahezu Verdoppelung des Speichervolumens auf 5 Millionen Kubikmeter erhöhen wir deutlich die Flexibilität unserer Erzeugung und stärken gleichzeitig die Versorgungssicherheit. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Energiesystem. Mit einer Investitionssumme von rund 30 Millionen Euro schaffen wir zusätzliche Speicherkapazitäten für die effiziente Nutzung erneuerbarer Energie.

    Reinhard Draxler
    Vorstand der Kelag

Mehr Speicherkapazität für erneuerbare Energie

Durch die Erweiterung erhöht sich der flexibel abrufbare Energieinhalt des Speichers. Die Bedeutung leistungsfähiger Speicheranlagen wächst mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien stetig, da sie einen flexiblen Ausgleich zwischen Stromerzeugung und Strombedarf ermöglichen.
Anschaulich wird die zusätzliche Speicherkapazität im Vergleich zu Batteriespeichern: Um die durch die Erhöhung des Wurtenspeichers geschaffene zusätzliche Energiemenge zu speichern, wären rund zwei Millionen Haushaltsbatteriespeicher mit einer Kapazität von jeweils 5 Kilowattstunden (kWh) erforderlich.

Anspruchsvolle Bauarbeiten im hochalpinen Gelände

Kern des Projekts ist die Erhöhung des bestehenden Steinschüttdammes, der zwischen 1968 und 1971 errichtet wurde. Der Damm wird um rund sieben Meter erhöht, wodurch das Stauziel um insgesamt 8,5 Meter angehoben werden kann. Dafür wird auf der Luftseite ein zusätzlicher Stützkörper aufgeschüttet und die bestehende Asphaltoberflächendichtung verlängert. Das für die Dammerhöhung benötigte Material wird direkt im Speicherraum im Bereich der Stauwurzel gewonnen. Insgesamt werden rund 230.000 Kubikmeter Schüttmaterial eingebaut.

Die Arbeiten von STRABAG umfassen unter anderem den zentimetergenauen Einbau von 246 Bohrpfählen sowie die Sanierung bestehender Bauwerksstrukturen. Für die Durchführung einzelner Bauabschnitte war eine zweimalige Totalentleerung des Speichersees erforderlich. In insgesamt sechs Baulosen sind rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.

Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag, hebt hervor, dass die Erhöhung des Wurtenspeichers ein äußerst anspruchsvolles Bauvorhaben darstellt: "Die hochalpine Lage, die begrenzten Zufahrtsmöglichkeiten und die Arbeiten an einem bestehenden Speicherbauwerk stellen hohe Anforderungen an Planung, Logistik und Koordination. Umso mehr freut es uns, dass die Bauarbeiten gemeinsam mit unserem Partner STRABAG planmäßig umgesetzt werden. Mit dem Know-how aller Beteiligten gelingt es, dieses bedeutende Infrastrukturprojekt in Kärnten unter herausfordernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu realisieren."

Renaturierungsflächen sind Teil des Projekts

Parallel zu den Bauarbeiten werden umfassende naturschutzfachliche Maßnahmen umgesetzt. Für jene Flächen, die künftig durch das erhöhte Stauziel beansprucht werden, werden Ersatzflächen im Gesamtausmaß von rund 4,2 Hektar geschaffen. Dazu gehören unter anderem ein Amphibienbiotop mit einer Fläche von mindestens 1.000 Quadratmetern im Bereich der Stauwurzel sowie weitere Ausgleichsflächen in Flattach und Friesach.
Nach Abschluss der Hauptbauarbeiten im Jahr 2026 werden 2027 noch Restarbeiten sowie Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt.
STRABAG-Gesellschaft
STRABAG AG Österreich & ZÜBLIN Spezialtiefbau
Auftraggeberschaft
Kelag
Standort
Kraftwerksgruppe Fragant, Innerfragant/Mölltal
Baubeginn
Frühjahr 2025, Abschluss der Hauptarbeiten 2026
Speichervolumen
Bisher 2,7 Mio. m3, künftig 5 Mio. m3
Erhöhung des Stauziels
8,5 m
Schüttmaterial
230.000 m3
Beschäftigte auf der Baustelle
Rd. 70 Personen
Luftaufnahme des Wurtenspeichers in Kärnten © kelag
Luftaufnahme des Wurtenspeichers in Kärnten © kelag

Der Wurtenspeicher ist das Herzstück der Kelag-Kraftwerks­gruppe Fragant im Mölltal auf 1.700 Metern Seehöhe

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Luftaufnahme des Wurtenspeichers in Kärnten © kelag
Luftaufnahme des Wurtenspeichers in Kärnten © kelag

Der Damm wird um sieben Meter erhöht und verdoppelt dadurch beinahe sein Spei­chervolumen von 2,7 auf 5 Millionen Kubikmeter Wasser.

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Luftaufnahme des Wurtenspeichers in Kärnten © kelag
Luftaufnahme des Wurtenspeichers in Kärnten © kelag

Der Damm wird um sieben Meter erhöht und verdoppelt dadurch beinahe sein Spei­chervolumen von 2,7 auf 5 Millionen Kubikmeter Wasser.

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Foto des Projektteams am Wurtenspeicher © kelag
Foto des Projektteams am Wurtenspeicher © kelag

Am Foto v.l.n.r.: Reinhard Draxler (Kelag-Vorstand); Mario Körbler (Kelag-Projektleiter);Franz Redl (Vorstandsmitglied STRABAG AG Österreich); Christian Rupp (Leiter Kelag-Erzeugung); Maximilian Rutar (Projektleiter STRABAG).

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STRABAG AG ist Österreichs führendes Bauunternehmen. Sie ist Teil der STRABAG SE und fungiert als Muttergesellschaft der österreichischen STRABAG-Gesellschaften. Als Technologiekonzern für Baudienstleistungen, umfasst unser Angebot sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Wir schaffen Mehrwert für unsere Kund:innen, indem wir Bauwerke ganzheitlich, über den gesamten Lebenszyklus betrachten – von der Konzeption über die Planung und Errichtung, den Betrieb und das Facility Management, bis hin zur Umnutzung oder den Rückbau. Dabei übernehmen wir Verantwortung für Mensch und Umwelt: Wir arbeiten an der Zukunft des Bauens. Als größtes österreichisches Bauunternehmen erwirtschaftet das Unternehmen mit rund 11.641 Mitarbeiter:innen eine Jahresleistung von rd. € 2,9 Mrd.
Gemeinsam, im Schulterschluss mit starken Partner:innen, verfolgen wir ein klares Ziel: klimaneutral und ressourcenschonend planen, bauen und betreiben. Infos auch unter www.strabag.at

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