Pilotprojekt: ARGE um ZÜBLIN setzt beim Bau der U5 Stahlfasertübbings ein
24.4.2026
- Erstes Tunnelbauprojekt in Deutschland erwirkt Zustimmung im Einzelfall
- Stahlfasertübbings reduzieren Stahlanteil um rund 60 Prozent
- Bestandteil der CO2-Reduktionsstrategie für die U5 in Hamburg
Für den Einsatz hat die U5 eine sogenannte Zustimmung im Einzelfall (ZiE) der technischen Aufsichtsbehörde erhalten. Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) von ZÜBLIN und Wayss & Freytag kann damit bei den maschinell hergestellten Tunnelröhren auf dem ersten U5-Bauabschnitt ab 2027 Tübbings mit deutlich reduziertem Stahlanteil verbauen.
Bei Stahlfasertübbings verringert sich der Stahlbedarf gegenüber konventionellen Tübbings um rund 60 Prozent bei gleicher Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Sicherheit. Gerade im Tunnelbau, wo Materialeinsatz und Emissionen besonders ins Gewicht fallen, leistet dies einen spürbaren Beitrag zur CO₂-Reduktion und wird damit zu einem wichtigen Baustein bei der Umsetzung der CO2-Reduktionsstrategie für die U5.
Der Einsatz der Stahlfasertübbings ist ein weiterer Bestandteil der CO₂-Reduktionsstrategie für die U5, mit der das Projekt seine baubedingten CO2-Emissionen gegenüber konventioneller Bauweise um rund 70 Prozent senken will. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft aus ZÜBLIN und Wayss & Freytag werden CO2-reduzierende Maßnahmen für die U5 konsequent erarbeitet und weiterverfolgt.
Neben CO2-optimierter Planung werden dabei bereits CO₂-reduzierter Bewehrungsstahl und klinkerarme Zemente eingesetzt sowie elektrische Baumaschinen im Praxiseinsatz erprobt. In einem nächsten Schritt sollen auch weitere Reduktionsmöglichkeiten durch den Einsatz besonderer Betonrezepturen für die Tübbings genauer betrachtet werden.
Mit der Zustimmung im Einzelfall übernimmt die U5 eine Vorreiterrolle im deutschen Tunnelbau und setzt gleichzeitig ein weiteres Signal für den verantwortungsvollen Einsatz innovativer und klimaschonender Bauweisen.