Geschäftsjahr 2025 der STRABAG AG, Köln: Stabile Entwicklung trotz Budgetdebatte in Deutschland
4.5.2026
- Rückgänge im Straßenbau abgefedert: STRABAG punktet mit Stromtrassen und Bahnausbau
- Unternehmen rechnet mit Trendwende im Straßenbau fürs laufende Jahr
Die Kölner STRABAG AG zieht für das Geschäftsjahr 2025 eine positive Bilanz. Trotz eines schwierigen Marktumfelds, geprägt durch politische Unsicherheiten und daraus resultierenden Verzögerungen in der Auftragsvergabe, verzeichnet die deutsche Marktführerin im Verkehrswegebau einen stabilen Auftragsbestand und eine solide Bauleistung.
Die STRABAG AG konnte die Bauleistung leicht von 4 Mrd. auf rund 4,1 Mrd. Euro steigern. Der Auftragsbestand der STRABAG AG im Verkehrswegebau lag bei 4,5 Mrd. Euro und somit 4 Prozent höher als im Vorjahr. Der Auftragseingang verringerte sich von 5,2 Mrd. auf rund 4,3 Mrd. Euro, was insbesondere auf die fehlenden Budgetmittel für den Straßenbau zurückzuführen war. Im Segment Verkehrswegebau beschäftigte das Unternehmen zum Jahresende 14.706 Mitarbeiter:innen; das sind knapp 400 mehr als im Jahr zuvor.
Herausfordernde Rahmenbedingungen im Straßenbau
Das Jahr 2025 war insbesondere im Straßenbau von starken externen Einflüssen geprägt. Der Bundeshaushalt 2025 wurde infolge der Bundestagswahl erst im September 2025 verabschiedet. Diese späte Entscheidung führte zu Verzögerungen bei den dringend benötigten Investitionen in den Ausbau und die Sanierung der Infrastruktur und dämpfte die Nachfrage insbesondere im Straßenbaugeschäft deutlich. In der Folge kam es bei einigen öffentlich Auftraggebern im Sommer zeitweise zu einem Ausschreibungsstopp. Der Asphalteinbau erlitt dadurch im Jahresverlauf ein Rekordtief.
Die gedämpfte Marktdynamik konnte jedoch durch starke Entwicklungen in anderen Bereichen kompensiert werden: Mit umfangreichen Aufträgen im Bereich der Stromtrassenprojekte und dem Bahnbau gelang es STRABAG, die Herausforderungen im Straßenbau weitgehend auszugleichen.