STRABAG-Konsortium ist bevorzugter Bieter für größtes Autobahn-PPP-Projekt in Tschechien
6.10.2026
- Projekt umfasst eine rund 52 Kilometer lange Konzessionsstrecke entlang des D35-Korridors
- Einschließlich Planung, Bau, Finanzierung, Betrieb und Erhaltung des 35,4 Kilometer langen Lückenschlusses zwischen Opatovec und Mohelnice
- Ungefährer Wert* von circa 2,9 Milliarden Euro über die Konzessionslaufzeit
- Baustart für Ende 2026 geplant
Das Konsortium ViAlliance35, bestehend aus der STRABAG-Konzerngesellschaft STRABAG, den Ferrovial-Gesellschaften Cintra und Budimex sowie dem Finanzinvestor Invesis, wurde vom tschechischen Verkehrsministerium als bevorzugter Bieter für das Public-Private-Partnership (PPP)-Projekt D35 zwischen Litomyšl und Mohelnice in Tschechien ausgewählt. Im Juli hatte das Konsortium im Vergabeverfahren das wirtschaftlich und technisch vorteilhafteste Angebot eingereicht. Der Vertragsabschluss sowie der Start der Bauarbeiten werden für Ende 2026 erwartet. Der PPP-Vertrag hat eine Laufzeit von 28 Jahren, beginnend ab Financial Close. Die Bauausführung soll eine Arbeitsgemeinschaft aus zwei tschechischen Tochtergesellschaften von STRABAG (federführend) und Budimex verantworten.
Das Projekt gilt mit einer Gesamtlänge von rund 52 Kilometern als das bislang größte PPP-Vorhaben im Verkehrssektor der Tschechischen Republik. Neben Planung, Bau, Finanzierung, Betrieb und Erhalt eines 35,4 Kilometer langen Lückenschlusses der D35 zwischen Opatovec, Staré Město und Mohelnice umfasst das PPP-Projekt zudem den Erhalt und Betrieb von 17 Kilometern bestehender Autobahn zwischen den Anschlussstellen Litomyšl und Opatovec. Der Neubauabschnitt verfügt über zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung. Außerdem umfasst er zwei jeweils zweiröhrige Tunnelbauten mit einer Länge von rund 4 Kilometern (Dětřichov-Tunnel) bzw. 1,3 Kilometern (Maletín-Tunnel), die von STRABAG ausgeführt werden, sowie zwei Rastplätze und eine Verbindungsstrecke zur I/35.
Die D35 zählt zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten des Landes. Nach ihrer Fertigstellung wird sie Böhmen mit Mähren verbinden, zahlreiche Gemeinden entlang der bestehenden Straße I/35 vom Durchgangsverkehr entlasten und einen Teil des Transitverkehrs von der stark belasteten Autobahn D1 übernehmen. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Mobilität und der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region.